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Humanitäre Schule

Im Rahmen der Kampagne „Humanitäre Schule" zeichnet das Jugendrotkreuz Schulen aus, die sich in außergewöhnlicher Weise mit dem Thema Menschlichkeit befassen.

Auszeichnung als „Humanitäre Schule“
Das Jugendrotkreuz des Landesverbandes Nordrhein schreibt alljährlich das Projekt „Humanitäre Schule“ aus. Schulen, die sich in besonderem Maße mit dem Thema Humanität beschäftigen, die also Lebensort und nicht nur Lernort sind, können sich mit dem Projekt „Humanitäre Schule“ vom Jugendrotkreuz auszeichnen lassen. Zielgruppe der Kampagne sind die 9. - 12. Jahrgänge an weiterführenden Schulen.

Ziel des Projekts
Das Jugendrotkreuz möchte Jugendliche ab 15 Jahren ermutigen, Verantwortung für sich selbst und für Schwächere zu übernehmen. Durch das Projekt vertiefen diese ihre kooperativen und sozialen Kompetenzen und entwickeln Problemlösungsfähigkeiten. Sie werden mit Verfahrensweisen zur Konfliktlösung vertraut, lernen, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und werden spielerisch ans Humanitäre Völkerrecht herangeführt.

Projektphasen und Projektablauf

Um das Zertifikat „Humanitäre Schule“ zu erlangen, werden im ersten Schritt in einer Lehrerfortbildung interessierte Lehrerinnen und Leher in das Planspiel „Outface“ eingeführt und zu Spielleitern geschult. 

In einem zweiten Schritt wählt/ernennt die interessierte Schule bis zu vier sogenannte „Humanitäre Scouts“, die in einer Wochenendfortbildung ausgebildet werden. Sie begleiten das Projekt in der Schule, in dem sie eine Analyse der Schulsituation erstellen und gemeinsam mit dem ausgebildeten Lehrer das Planspiel Outface leiten.

Im dritten Schritt wird Outface in den 9. – 12 Klassen gespielt. 

Die SchülerInnen nehmen in dem Spiel die Rollen der Delegierten der beiden Konfliktländer ein sowie die Rolle des Sonderbeauftragten für Kinder in bewaffneten Konflikten (Vereinte Nationen), des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes, der Medien und einer Delegation Deutschlands. Sie erhalten dazu Hintergrundinformationen (u.a. zum Humanitären Völkerrecht und zu den Genfer Konventionen), Spielanleitungen, Rollenbeschreibungen und Geheiminformationen für die Konfliktparteien. In der Regel ist das Spiel auf drei Vormittage angelegt.

Abschluss des Projekts

Nach Abschluss des Planspiels verpflichten sich die Schulen ein selbstgewähltes Projekt zum Thema Humanität durchzuführen. Dabei kann es zum Beispiel um den Umgang mit diskriminierendem Verhalten oder um Hilfen für leistungsschwache Schüler an der eigenen Schule gehen, aber auch um Unterstützung von Schulen in Krisengebieten oder Sammlungen für Menschen in Not. Die Schulen sind bei der Wahl dieses Projektes völlig frei. Auch bereits bestehende Projekte können in die Kampagne integriert werden. Dazu zählen auch insbesondere bestehende Hilfsprojekte des JRK Nordrhein. 

Zum Abschluss des Projekts findet jährlich eine Veranstaltung statt, bei der die Schulen ihre Zertifikate erhalten. Die beteiligten SchülerInnen bekommen einen positiven Eintrag ins Zeugnis und erhalten zusätzlich ein Zeugnis des Jugendrotkreuzes.

Das Jugendrotkreuz bietet zu diesem Projekt in Nordrhein kostenlose Lehrerfortbildungen und Seminare für Schüler/innen an.

Das Planspiel "Outface"

In dem Planspiel geht es um einen Konflikt zwischen den beiden fiktiven afrikanischen Ländern Ratikar und Libaso. Die beiden Länder kämpfen seit mehreren Monaten um einen 400 km² großen Landstrich, der einen direkten Zugang zum Meer ermöglicht. Ihre Armeen sind auf jeweils rund 300.000 Soldaten angewachsen; immer häufiger werden auch Kindersoldaten an die Front geschickt. Als Folge des Krieges und einer Dürreperiode stehen beide Staaten nach Einschätzung von internationalen Beobachtern am Rande einer humanitären Katastrophe.

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